Vitaminreiche und nährstoffreiche Ernährung wird immer wichtiger in unserer schnelllebigen Welt. Oftmals findet man aber gar keine Zeit mehr, selbst etwas Schmackhaftes zu kochen, was auch noch gesund ist und schmeckt. Das dies aber nicht mehr als Ausrede gelten darf, sollte klar sein, wenn man sich einmal mit einem BPA-freien Dampfgarer auseinandersetzt.

Eine schonende, fettarme Zubereitung von Lebensmitteln ist damit nämlich gar nicht mehr so schwer. Einen Dampfgarer zu bedienen ist super simpel. Zudem sind viele Geräte ganz einfach vorzuprogrammieren, so dass man ein fertiges Gericht zum Feierabend vorbereitet haben kann. Besonders in Asien haben gedämpfte Gerichte eine große Tradition, von der wir hier in Deutschland profitieren können. Erfahre jetzt alle Vor- und Nachteile und Empfehlungen zum Thema Dampfgarer BPA frei.

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Brokoli im Dampfgarer Einsatz für den Topf

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Garen von Lebensmitteln im Wasserdampf bleiben weitestgehend alle Vitamine und Nährstoffe enthalten, da es sich um ein besonders schonendes Verfahren handelt.
  • Mit einem elektrischen Dampfgarer kannst Du die verschiedensten Gerichte punktgenau garen. Neben Fleisch, Gemüse und Fisch kannst Du in den separaten, mitgelieferten Behältern auch flüssige Speisen schonend zubereiten.
  • Achte beim Kauf des Dampfgarers nicht nur auf technische Besonderheiten und Design, sondern stelle im Idealfall auch sicher, dass das Gerät BPA-frei ist. In der Regel weist ein entsprechendes Siegel (BPA frei oder BPA free) am Dampfgarer darauf hin. Entscheidest Du Dich für ein solches Gerät, kannst Du sichergehen, leckere und vor allem gesunde Speisen zuzubereiten.

BPA-frei: Warum ist es wichtig, dass ein Dampfgarer keine Weichmacher enthält?

Sicherlich sind Dir auch schon häufig die Hinweiszeichen „BPA frei“ aufgefallen, mit denen mittlerweile auf viele Produkte im Handel gekennzeichnet sind. Solltest Du in Erwägung ziehen, Dir einen Dampfgarer zu kaufen, solltest Du Deiner Gesundheit zuliebe ebenfalls auf entsprechende Siegel achten.

BPA steht für die Chemikalie Bisphenol A, die bei der Herstellung von Kunststoffen eingesetzt wird. Häufig wird der Schadstoff auch als Weichmacher bezeichnet und vorrangig wird er in Verbindung mit Polycarbonat benutzt. Die Chemikalie bringt eine hormonelle Wirkung mit und kann durch die Speisen in unseren Körper gelangen. Hier kann es erheblich die Gesundheit beeinträchtigen. So ist mittlerweile bewiesen, dass BPA wie das weibliche Hormon Östrogen wirkt und sogar die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.

Leider sind auch in einigen Dampgarern Weichmacher enthalten – insbesondere natürlich in den Einsätzen. Durch die Temperaturen, die durch den Wassertank entstehen, können sich Teile der gefährlichen Substanz im Gargut absetzen und werden von dort aus in den Körper transportiert. Es ist deshalb kein unwichtiger Aspekt, einen Dampfgarer BPA-frei zu wählen.

Die industrielle Produktion stützt sich bereits seit vielen Jahren auf dieses harte, klare Material und so treffen wir BPA heute fast überall im täglichen Leben: Ob in Getränkeflaschen, in Plastik-Besteck oder in diversen Vorratsbehältern. Auch in Parktickets oder Kassenzettel sind die Weichmacher enthalten.

Glücklicherweise hat die Industrie wenigstens bei der Herstellung von Baby-Flaschen eingesehen, dass diese Chemikalie die Gesundheit erheblich beeinträchtigen kann, denn bereits seit 2011 darf in der EU kein Bisphenol A mehr für die Herstellung von Babyflaschen verwendet werden. Besonders wenn Du mit Deinem Dampfgarer auch Babyflaschen desinfizieren und reinigen willst, solltest Du natürlich entsprechend hohen Wert auf einen Dampfgarer BPA-frei legen.

Dampfgarer: Kleine Geräte, viele Vorteile

In einem Dampfgarer ist es möglich, zahlreiche Speisen besonders schonend mit Wasserdampf zuzubereiten. Dies hat für Dich zahlreiche Vorteile, denn die Lebensmittel werden schonend erhitzt, wodurch alle wichtigen Mineralstoffe und Vitamine enthalten bleiben. Bei der Zubereitung im Dampfgarer kannst Du auf Öl oder Fett zum Braten gänzlich verzichten und auch Salz oder andere Gewürze für den Geschmack müssen nicht zusätzlich eingesetzt werden. Dein Essen schmeckt auch ohne die Zugabe hervorragend frisch und aromatisch.

Darüber hinaus ist die Essenszubereitung in einem Dampfgarer natürlich enorm bequem und einfach. Du musst nicht während des Garens darauf achten, dass die Speisen anbrennen wie in einem Topf oder in der Pfanne. Damit bleibt Dir viel Zeit, um Dich um angenehmere Dinge in der Zwischenzeit zu kümmern.

Außerdem spart ein Dampfgarer erhebliche Strom- und Energiekosten, denn Du kannst darin sogar mehrere Speisen gleichzeitig zubereiten. Der Backofen und viele Herdplatten können damit aus bleiben. Besonders wenn Du einen feinen Geruchssinn hast, wirst Du schnell die Vorteile des Dampfgarens zu schätzen wissen, denn es werden keinerlei intensive Bratengerüche verursacht.

Im Grunde ist ein Dampfgarer ein wahrer Alleskönner, in dem Du sogar Baby-Fläschchen hervorragend desinfizieren kannst. Auch das derzeit besonders beliebte Sous-vide-Garen ist in einem Dampfgarer problemlos möglich. Bei dieser Art der Zubereitung garst Du Dein Essen vakuumverpackt in einzelnen Beuteln bei besonders niedrigen Temperaturen. Dies hat ein besonders aromatisches, saftiges und zartes Ergebnis zur Folge.

Wie funktioniert ein Dampfgarer?

Das Garen von verschiedenen Speisen mit Wasserdampf gilt als besonders gesund und schonend. Es handelt sich dabei um eine uralte Methode, bei der das Gargut lediglich von heißem Wasserdampf umschlossen wird, sodass auch wasserlösliche Nährstoffe erhalten bleiben. Jeder Dampfgarer bereitet die Speisen mithilfe von aufsteigendem Wasserdampf zu, wobei jedes Gerät natürlich auf eine ganz eigene Art und Weise den Dampf produziert.

Da die Speisen nicht direkt im Wasser liegen, entsteht weniger mechanische Belastung, wodurch die gesunden Inhaltsstoffe der Lebensmittel nicht ausgewaschen werden können. Zudem werden in einem Dampfgarer deutlich niedrigere Temperaturen erzeugt, als beim Braten oder Kochen. Diese Hitzeentwicklung reicht aus, um die Speisen zu garen und sind niedrig genug, um die wertvollen Nährstoffe zu erhalten.

Ein Dampfgarer besteht aus mehreren Kunststoffeinsätzen, die einen gelochten Boden besitzen und sich übereinander stapeln lassen. Im Boden des Dampfgarers befindet sich die beheizbare Wasserschale. Von dort aus steigt der Dampf auf und sorgt für die gesunde Garung der Lebensmittel, die sich in den einzelnen Kunststoffeinsätzen befinden. Im Vergleich zum Kochen kannst Du also in nur einem Vorgang mehrere Lebensmittelsorten gleichzeitig garen lassen, wodurch Du Zeit und Energie sparst.

Der Dampf im Gerät muss nur einmal produziert werden und das komplette Gargut wird gleichzeitig zubereitet. Es kann nichts anbrennen und Du musst nicht immer wieder umrühren. Du belädst den Garer einfach mit den bevorzugten Lebensmitteln, stellst den Timer an und schon zaubert Dein Gerät für Dich eine leckere Mahlzeit.

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Welche Dampfgarer Arten gibt es und wo liegen die Vorteile?

Während Deiner Suche nach einem geeigneten Dampfgarer wirst Du sicherlich schnell feststellen, dass es im Handel verschiedene Modelle gibt. So sind Geräte für den Herd erhältlich, die meist mit einem Topf mit Deckel und einem Gareinsatz ausgestattet sind. Einige dieser Gartöpfe verfügen zudem über ein Thermometer, damit Du beim Kochen die Temperatur bequem ermitteln kannst. In einem solchen Gartopf kannst Du sowohl Garen, als auch Kochen, Braten und Schmoren. Zudem können sie bei Bedarf auch im Backofen platziert werden.

Neben den „mechanischen“ Garern sind natürlich auch die deutlich aktuelleren, elektrischen Geräte erhältlich. Diese werden meist mit diversem Zubehör geliefert, wie einem Reis-Einsatz, separaten Halterungen und dergleichen. Bei diesen Dampfgarern unterscheidet man im Grunde nochmals verschiedene Arten, denn es gibt Modelle mit einem, zwei oder drei Garbehältern.

In einem Gerät mit mehreren Behältern ist es Dir natürlich möglich, auch mehrere Gerichte gleichzeitig zu kochen. Bei vielen Dampfgarern kannst Du die Temperatur nach Bedarf regulieren, was sich als äußerst praktisch erweist. So muss das Fleisch oder der Fisch zwar etwas länger garen, während das Gemüse in kurzer Zeit verzehrbereit ist. Dank der unterschiedlichen Temperatureinstellungen kann der Dampfgarer die nötigen Temperaturen eigenständig regulieren, sodass Du Dich während der Zubereitung um nichts kümmern musst.

Dampfgarer, die über mehrere Behälter verfügen, unterscheiden sich insbesondere anhand der Behälter-Anordnung. Während bei den meisten Geräten die Behälter übereinander gestapelt werden, gibt es auch Modelle, bei denen die Einsätze nebeneinander platziert sind. In der Regel haben diese aber auch einen höheren Platzbedarf. Für kleine Küchen bietet sich demnach die erste Variante meist besser an. Im Hinblick auf die Garung der Speisen ist es allerdings nicht entscheidend, ob die Einsätze neben- oder übereinander platziert werden.

Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?

Durch die große Auswahl an verschiedenen Dampfgarern im Handel wird es Dir wahrscheinlich nicht allzu leicht fallen, Dich für ein bestimmtes Gerät zu entscheiden. Grundsätzlich ist natürlich Deine Haushaltsgröße entscheidend, denn danach richtet sich die Kapazität bzw. die Größe des Garers. Du kannst demnach anhand der Personenzahl im Haushalt festlegen, ob Du einen Dampfgarer mit einem, zwei oder drei Einsätzen kaufen solltest.

Darüber hinaus solltest Du im Vorfeld festlegen, ob es sich um einen Dampfgarer handeln soll, der mit modernen technischen Funktionen überzeugt. Natürlich sind Geräte mit voreingestellter Programmwahl und Timer in der Regel deutlich teurer, als Gartöpfe für den Herd, allerdings lohnt sich die Anschaffung im Hinblick auf die bequeme und schnelle Zubereitung.

Für eine bessere Übersichtlichkeit bei der Bedienung kann außerdem ein Display sinnvoll sein. Im besten Fall lassen sich die Temperaturen der verschiedenen Behälter zudem einzeln regulieren, damit die Speisen in der gleichen Zeit verzehrfertig zubereitet werden können.

Nicht zuletzt spielt natürlich neben der Größe, der Art und der Ausstattung auch die Qualität eine erhebliche Rolle. Bei den Dampfgarern ist es in diesem Zusammenhang wie bei den meisten Elektrogeräten: Nicht immer ist „billig“ auch gleich ein Schnäppchen. Achte auf gut verarbeitete, stabile Materialien, denn nur so stellst Du sicher, dass Dein Garer auch in den kommenden Jahren noch schonend und gesund Deine Lebensmittel zubereitet.

Dampfgarer richtig reinigen

Ein Dampfgarer ist unabhängig von der individuellen Bauform zwar ein Gerät, was sich vergleichsweise einfach reinigen lässt, allerdings solltest Du dennoch einige Dinge zur Pflege beachten:

1. Essensreste sofort entfernen

Wie bei Töpfen gilt auch hier: Entferne Speisereste immer sofort, damit sie sich nicht noch stärker festsetzen können. Kratze die Reste aber auf keinen Fall mit einem Messer oder ähnlichem ab, denn dies kann zu Beschädigungen an der Oberfläche des Garers führen. Besser ist es, die betroffenen Partien mit einem Brei aus Backpulver und Wasser einzureiben. Nach etwas Einwirkzeit lassen sich die meisten Reste leicht abwischen.

2. Regelmäßig entkalken

Ein Dampfgarer muss trotz sorgfältigen Maßnahmen auch irgendwann mal entkalkt werden, denn Kalkablagerungen sind überall dort unvermeidlich, wo mit Leitungswasser gearbeitet wird. Wie Du dabei vorzugehen hast, entnimmst Du am besten der Bedienungsanleitung, denn die Entkalkung funktioniert je nach Modell unterschiedlich. Verzichte aber unbedingt auf chemische Entkalker, denn später können etwaige Rückstände davon mit den Speisen in Kontakt kommen. Nutze stattdessen zum Entkalken Essig oder Zitronensäure.

3. Netzstecker ziehen

Vor jeder Reinigung ist es wichtig, den Netzstecker zu ziehen. Auch wenn die Gefahr eines Stromschlags relativ gering ist, kann sie trotzdem nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

4. Basiseinheit nur feucht abwischen

Neben den Behältern, die Du mit Spülmittel per Hand oder meist auch im Geschirrspüler reinigen kannst, muss auch die Basiseinheit regelmäßig gesäubert werden. Achte dabei unbedingt darauf, dass weder Feuchtigkeit noch Reinigungsmittel in das Gerät eindringen können. Die Basisstation sollte ausschließlich feucht abgewischt werden.